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Schwergewicht im Wasser

19.07.2022
Meeresbodenbohrgerät erfolgreich vor nächster Expedition getestet.
Vor jeder Expedition werden die Funktionen des MARUM-Mebo200 im Testpool überprüft. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Uni Bremen, V. Diekamp
Vor jeder Expedition werden die Funktionen des MARUM-Mebo200 im Testpool überprüft. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Uni Bremen, V. Diekamp

Vor und nach jeder Expedition werden die meerestechnischen Geräte des MARUM nicht nur gewartet, sondern auch einer genauen Prüfung unterzogen. So auch vergangene Woche: Das Meeresbodenbohrgerät, kurz MARUM-MeBo200, wurde aus der Technikhalle herausgefahren und mit Hilfe eines großen Krans in den 5-Meter tiefen Test-Pool auf dem MARUM-Werksgelände hinabgelassen.

Der Beckentest gehört zur üblichen Expeditionsvorbereitung: Am Ende der Wartungsperiode werden alle Funktionen noch mal unter nahezu Expeditions-typischen Bedingungen überprüft. Die Technik des 10 Tonnen schweren MARUM-MeBo200 wird dabei im Wasser und unter Einsatz der Starkstrom-Energieversorgung verschiedenen Tests unterzogen.

Forschungsexpeditionen sind sehr aufwendig und kostspielig – umso wichtiger ist es, dass die Technik an Bord zuverlässig funktioniert und im besten Zustand, den Wissenschaftler:innen zur Verfügung steht.

Die nächste Expedition, auf der das Meeresbodenbohrgerät eingesetzt wird, startet Anfang September in Reykjavik, Island. Unter der wissenschaftlichen Leitung von MARUM-Mitarbeiter Michal Kucera werden die Forschenden mit der MARIA S. MERIAN unterwegs sein, und unter anderem versuchen, in der Baffin Bay 100 Meter tief in den Meeresboden hineinzubohren. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Expedition fließen in die Forschung des am MARUM beheimateten Exzellenzclusters „Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde“ ein.

Das MARUM-MeBo200 ist die zweite Generation des vom MARUM entwickelten Meeresboden-Bohrgerätes, einem robotischen Bohrgerät, das auf dem Meeresboden abgesetzt wird, um - vom Schiff aus gesteuert - Kernbohrungen durchzuführen und hochwertige Proben vom Meeresboden zu gewinnen. Es wurde vom MARUM in Zusammenarbeit mit der Firma Bauer Maschinen GmbH im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes entwickelt.

Das MARUM-MeBo200 wird mit Hilfe eines großen Gabelstaplers und eines Krans in den Testpool gehoben. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Uni Bremen, V. Diekamp
Das MARUM-MeBo200 wird mit Hilfe eines großen Gabelstaplers und eines Krans in den Testpool gehoben. Foto: MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Uni Bremen, V. Diekamp