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Pressemitteilungen
21.2.06: Einladung Pressekonferenz
Wissenschaftler entschlüsseln Geheimnisse
des globalen Meeresspiegel-Anstiegs
Auf einer internationalen Pressekonferenz stellen Meeresforscher neue Er¬kenntnisse zu Meeresspiegelanstieg und Klimaextremen wie dem El Nino vor. Die Konferenz findet am 2. März, 11 Uhr, in der Universität Bremen statt.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
seit Montag, 13. Februar 2006 untersuchen 26 Wissenschaftler aus zehn Nationen im Bremer Sedimentkernlager des Integrierten Ozean-Bohrprogramms (IODP) fossile Korallen. Die Proben wurden im vergangenen Oktober und November während einer sechswöchigen Expedition vor der Küste Tahitis erbohrt. Insgesamt werden die Forscher in den kommenden drei bis vier Wochen 632 laufende Meter Korallenkerne von je sechs Zentimetern Durchmesser unter die Lupe nehmen.
An Hand der Korallen will das IODP-Team mit bislang unerreichter Präzision erkunden, in welchem Rhythmus der Meeresspiegel während der letzten 20.000 Jahre, d.h. seit dem Höhepunkt der letzten Eiszeit, angestiegen ist. Dabei interessieren insbesondere sog. Schmelzwasserpulse vor 11.000 bis 14.000 Jahren, als der Meeresspiegel stark anstieg – ähnlich wie heute. Die Analysen tragen dazu bei, die Dynamik gegenwärtiger und zukünftiger Meeresspiegelanstiege, die durch die globale Erwärmung ausgelöst werden, besser zu verstehen. Zudem erwarten die Experten Informationen über Temperatursprünge an der Meeresoberfläche, die auf Klimaextreme wie dem El Nino rückschließen lassen.
Auf einer internationalen Pressekonferenz, zu der wir Sie herzlich einladen, stellen die Expeditionsleiter die Ergebnisse ihrer Analysen vor. Wir würden uns freuen, wenn Sie daran teilnehmen.
Pressekonferenz
Donnerstag, 2. März 2006, 11 Uhr
MARUM-Gebäude
Universität Bremen
Leobener Straße
Das Tahiti-Projekt ist die zweite europäische Unternehmung im Rahmen des IODP und wurde vom Europäischen Konsortium für wissenschaftliche Ozeanbohrungen (ECORD) initiiert. Das japanisch-amerikanisch-europäische Ozeanbohrprogramm IODP ist eines der aufwändigsten Meeresforschungsprogramme weltweit. Es dient der Erforschung von Klima- und Umweltgeschichte unseres Planeten. Die Universität Bremen verfügt über eins von weltweit drei IODP-Kernlagern und spielt daher innerhalb des Programms eine wichtige Rolle.
Wir bitten Sie herzlich, sich telefonisch oder per mail zur Pressekonferenz anzumelden: Für TV-Teams steht auf Anfrage Footage (Mini-DV) zur Verfügung, das die Arbeiten an Bord des Tahiti operierenden Forschungsschiffs illustriert.
Anmeldung/Information/Bildmaterial:
Albert Gerdes
DFG-Forschungszentrum Ozeanränder
Universität Bremen
- Öffentlichkeitsarbeit -
Email: 
Telefon: +49 – 421 – 218-65540
1.10.05: Das Geheimnis der Korallen
Tahiti-Expedition:
Neue Erkenntnisse zum Meeresspiegel erwartet
Pressemitteilung vom 1. Oktober 2005
Anfang Oktober starten Wissenschaftler aus neun Ländern die "Meeresspiegel-Expedition" in Tahiti. Ziel dieser bislang aufwändigsten Forschungsreise in eine Korallenregion im Rahmen wissenschaftlicher Bohrprojekte ist es, den Anstieg des globalen Meeresspiegels seit dem Höhepunkt der letzten Eiszeit genauer als jemals zuvor zu dokumentieren. Etwa sechs Wochen wird das Expeditionsschiff "DP Hunter" vor der polynesischen Insel operieren und versteinert Korallen erbohren. Die Korallenkerne werden Anfang kommenden Jahres im IODP-Kernlager an der Universität Bremen eingehend analysiert. Die Tahiti-Expedition ist der zweite europäische Beitrag zum amerikanisch-japanisch-europäischen Integrierten Ozeanbohr-Programm (IODP), das seit Herbst 2004 läuft.
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