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Meeresbodenbohrgerät MARUM-MeBo

Die Beprobung des Meeresbodens ist Grundlage für eine vielfältige Forschung im MARUM. Bohrschiffe ermöglichen die Gewinnung von langen Kernen aus Lockersedimenten und Festgestein, stehen aber aufgrund des extrem hohen Aufwandes und der Kosten kaum für die Wissenschaft zur Verfügung. Daher wurde am MARUM ein Meeresboden-Bohrgerät (MeBo) entwickelt, das von Forschungsschiffen wie METEOR und SONNE eingesetzt werden kann. Es kann in Wassertiefen von bis zu 2000 Meter eingesetzt werden und Kerne aus Lockersedimenten und Festgestein von bis zu 70 Meter Länge gewinnen (Spezifikationen). Die Entwicklung des Gerätes wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und durch das Land Bremen unterstützt.
MARUM-MeBo
MARUM-MeBo ist ein transportables Bohrgerät, das mit einem stahlarmierten Spezialkabel der Norddeutschen Seekabelwerke (NSW) auf den Meeresboden abgesetzt wird und dort vom Schiff aus ferngesteuert operiert. Kupferadern und Glasfasern im Kern des Spezialkabels werden für Energieversorgung und Kommunikation genutzt. Das MeBo benutzt ein Telemetrie-System der Firma Schilling Robotics. Diese Firma hat auch den Greifarm und die rotierenden Magazine für die Bereitstellung des benötigten Bohrgestänges auf dem Gerät entwickelt. Prakla-Bohrtechnik war für die Bohrmaschinen-Technologie und die Hydraulik zuständig. Das MARUM hat das Projektmanagement, die Sensorik und die Steuerung (Hard- und Software) übernommen.

Einen kurzen Film zum MeBo finden Sie in unserer Mediathek.

Weitere Informationen auf der MeBo-Seite der MARUM Website.
MARUM-MeBo