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Warum ging die Produktivität der Ozeane vor 4,6 Millionen Jahren abrupt zurück?

18.01.2022
Bei IODP-Expedition 356 wurden Sedimentarchive auf dem nordwestlichen australischen Schelf erbohrt. Foto: J. Henderiks
Bei IODP-Expedition 356 wurden Sedimentarchive auf dem nordwestlichen australischen Schelf erbohrt. Foto: J. Henderiks

Zwischen 9 und 4,6 Millionen Jahren waren die Ozeane sehr nährstoffreich, die Zeit wird auch als „biogene Blüte“ bezeichnet. Ein schwedisch-deutsches Forscherteam, an dem auch David De Vleeschouwer während seiner Zeit am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften beteiligt war, präsentiert nun neue Hinweise darauf, wann und warum diese Periode abrupt endete. Veränderungen in der Form der Erdumlaufbahn um die Sonne könnten bei diesem dramatischen Wandel eine Rolle gespielt haben. David De Vleeschouwer sagt dazu: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Produktivität der Ozeane und der Klimawandel in der Vergangenheit eng miteinander verbunden waren - eine Erkenntnis, die auch heute noch relevant ist.“ Die Ergebnisse hat das Team in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

Erstautor Boris-Theofanis Karatsolis hat während eines Aufenthalts am MARUM die Zyklostratigraphie gelernt, die Basis für seine Studie ist. 

 

Originalveröffentlichung:

Karatsolis et al. (2022) Abrupt conclusion of the late Miocene-early Pliocene biogenic bloom at 4.6-4.4 Ma, Nature Communications, DOI: 10.1038/s41467-021-27784-6

 

Mehr Informationen (in Englisch) 

Boris-Theofanis Karatsolis und seine Kolleg:innen haben Bohrkerne von Meeresbodensedimenten untersucht, die im Rahmen des „International Ocean Discovery Program (IODP)“ geborgen wurden. Foto: J. Henderiks
Boris-Theofanis Karatsolis und seine Kolleg:innen haben Bohrkerne von Meeresbodensedimenten untersucht, die im Rahmen des „International Ocean Discovery Program (IODP)“ geborgen wurden. Foto: J. Henderiks