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"Iceberg Alley"-Kerne angekommen

07.08.2019
Auf zwölf Paletten wurden die Arbeitshälften der Expedition 382-Bohrkerne angeliefert. Foto: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen
Auf zwölf Paletten wurden die Arbeitshälften der Expedition 382-Bohrkerne angeliefert. Foto: MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen

Rund 2.800 Meter an Bohrkernen, die bei der internationalen Expedition 382 „Iceberg Alley and Subantarctic Ice and Ocean Dynamics“ im Rahmen des Forschungsbohrprogramms IODP (International Ocean Discovery Program) im Südatlantik gewonnen wurden, sind jetzt in Bremen angekommen. 

Die Kerne haben einen langen Weg hinter sich: Erbohrt wurden sie bereits im Frühjahr während der Expedition mit dem amerikanischen Forschungsbohrschiff JOIDES RESOLUTION. Von März bis Mai war das Expeditionsteam in der so genannten Allee der Eisberge (Iceberg Alley) in der südlichen Scotiasee unterwegs. Ziel der Expedition ist es, die antarktische Klimageschichte anhand der Bohrkerne zu entschlüsseln. Die Kerne werden im Bremer IODP-Bohrkernlager bei einer so genannten Sampling Party für detaillierte Untersuchungen beprobt. Dazu werden im November die Expeditionsteilnehmerinnen und -teilnehmer ans MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen kommen.

Die Kerne werden anschließend in Bremen bleiben und bei 4 Grad Celsius Raumtemperatur aufbewahrt. Jedem der drei Bohrkernlager des internationalen Ozeanbohrprogramm IODP in College Station (USA), Kochi (Japan) und Bremen sind bestimmte Regionen zugeteilt. Am MARUM lagern Bohrkerne aus dem Atlantik, dem Arktischen Ozean, dem Mittelmeer, dem Schwarzen Meer und der Ostsee.