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Asteroid statt Vulkan

17.01.2020
Richard D. Norris mit dem auf IODP-Expedition 342 gewonnenen Bohrkern, der die K-Pg-Grenze zeigt. Foto: IODP
Richard D. Norris mit dem auf IODP-Expedition 342 gewonnenen Bohrkern, der die K-Pg-Grenze zeigt. Foto: IODP

Was hat das jüngste von fünf Massenaussterbeereignissen ausgelöst – ein Asteroideneinschlag oder eine Serie von Vulkanausbrüchen? Mit dieser Kontroverse beschäftigt sich die Wissenschaftsgemeinschaft seit Jahrzehnten. Ein 36-köpfiges Team von Forschenden, geleitet von Prof. Pincelli Hull von der US-amerikanischen Yale University und PD Dr. André Bornemann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben nun Tiefseebohrkerne untersucht, die den Zeitabschnitt zwischen Kreide und Paläogen besonders hochauflösend darstellen. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Vulkanausbrüche zeitlich vor der Kreide-Paläogen-Grenze liegen und so nicht für das Massenaussterbeereignis vor 66 Millionen Jahren verantwortlich gewesen sein können. Ihre Ergebnisse hat das internationale Team jetzt in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.

Vom MARUM sind Dr. Barbara Donner, Dr. Ursula Röhl und Dr. Thomas Westerhold an der Veröffentlichung beteiligt. Sie haben mit speziellen empirischen Datensätzen und ersten Auswertungen zu dieser umfassenden Untersuchung beigetragen. 

 

Nannoplankton-Fossilien neben einem Tiefsee-Sedimentabschnitt eines Bohrkerns aus dem Nordatlantik. Abbildung: Paul Bown, UCL
Nannoplankton-Fossilien neben einem Tiefsee-Sedimentabschnitt eines Bohrkerns aus dem Nordatlantik. Abbildung: Paul Bown, UCL

Originalveröffentlichung:

Pincelli M. Hull et. al.: On Impact and Volcanism across the Cretaceous-Paleogene Boundary. Science 2020. DOI 10.1126/science.aay5055

 

Englischsprachige Pressemitteilung der Yale University

Pressemitteilung der BGR