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Taphonomie und Biofazies
Inhalt:
Unter Einbindung der bisher im Studium erlangten paläontologischen Kenntnisse befasst sich die Veranstaltung mit verschiedenen Aspekten der Taphonomie (Fossilisationslehre), d.h. dem Übergang eines tierischen oder pflanzlichen Organismus und seiner Lebensspuren aus der Biosphäre in die Lithosphäre. Dabei kommt es zu einschneidenden Veränderungen hinsichtlich der Erhaltung und Zusammensetzung von fossilen Organismen und Organismenvergesellschaftungen. Als wichtigste Teilgebiete werden die Biostratinomie (Art der Einbettung und Erhaltungszustände von Fossilien) und die Fossildiagenese (Veränderungen der Bausubstanzen nach ihrer Einbettung) behandelt, wobei an Beispielen aus der Erdgeschichte sowohl das Schicksal organischer Substanzen als auch von Hartteilen betrachtet wird. Als wichtiges methodisches Instrument biostratinomischer Arbeit dient die Aktuopaläontologie. Das Verständnis dieser Prozesse ist eine wichtige Voraussetzung für die Beschreibung und Interpretation von Biofazies (Summe der durch den Fossilinhalt besonders charakterisierten Merkmale eines Sediments) und bildet eine entscheidende Basis für palökologische Schlussfolgerungen.
Ziel:
Die Veranstaltung zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der Erhaltung von Organismenresten auf. Das Verständnis der komplexen Fossilisationsprozesse ist entscheidend für die Einschätzung des Potenzials fossiler Überlieferungen zur Rekonstruktion ehemaliger Lebensräume.
Bewertung:
Klausur.
Literatur:
Briggs, D.E.G. & Crowther, P.R. (2001): Palaeobiology II. – Blackwell Science.
Flügel, E. (2004): Microfacies of Carbonate Rocks – Analysis, Interpretation and Application. – Springer Verlag.
Weiterführende Publikationen und aktuelle Internet- Quellen werden im Laufe des Kurses mitgeteilt.

