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Logbuch MERIAN März 2009
Am 13. März bricht das deutsche Forschungsschiff MARIA S. MERIAN von Dakar/Senegal zum zweiten Abschnitt ihrer 11. Expedition auf. Die wissenschaftliche Fahrtleitung liegt in Händen von MARUM-Wissenschaftler Dr. Thorsten Bickert. Mit an Bord der Maria S. Merian sind insgesamt 18 Wissenschaftler der Universität Bremen, des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven, des IfM-GEOMAR Kiel und des MARUM. Darunter der Sedimentologe Dr. Jan-Berend Stuut und seine Doktorandin, Diplom-Geographin Inka Meyer die ein Expeditionslogbuch führen.
Die fünf Arbeitsgebiete der Expedition MSM 11/2 liegen vor der nordwestafrikanischen Küste zwischen dem Kap Bojador (südöstlich der Kanaren) und den Mündungen des Senegal- bzw. des Gambia-Flusses. Dort sollen die Ablagerungen am Meeresgrund mit Hilfe seismischer Profile untersucht werden. Die Sedimente decken die letzten 10 bis 15 Millionen Jahre Erdgeschichte ab. In ihnen sind Klima- und Umweltereignisse der Region archiviert. In einer späteren Expedition, die im Rahmen des Integrierten Ozean-Bohrprogramms (IODP) stattfinden wird, soll das Meeresarchiv eingehender beprobt werden. Den Forschern bietet sich die Möglichkeit, die jüngsten Kapitel der Klimageschichte Nordwest-Afrikas nachzuzeichnen. Die MERIAN-Expedition dient somit u.a. der Vorerkundung für diese IODP-Fahrt.
Während der MERIAN-Reise werden in der Nähe des Cap Blanc zwei Verankerungen mit Sinkstofffallen, ozeanischen Instrumenten und optischen Systemen ausgetauscht. Weiterhin werden Prozesse in der Atmosphäre mit Ballonaufstiege und sogenannten Staubsammlern untersucht. Letztere fangen den Staub ein, der aus der Sahara auf den Atlantik hinaus weht. Von diesen Studien versprechen sich die Wissenschaftler Aufschlüsse über die Zusammensetzung und Quellgebiete des Staubs und Windverhältnisse in der Region.
Die MARIA S. MERIAN ist bereits seit dem 16. Februar 2009 im subtropischen Atlantik unterwegs. Das Forschungsschiff mit Heimathafen Rostock-Warnemünde ist etwa 95 Meter lang und 20 Meter breit. Das Forschungsschiff ist mit einer Reihe von Laboren für unterschiedliche Fachgebiete ausgestattet. Insgesamt bietet das Schiff Platz für 23 Mann Besatzung und 23 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Neben dem Einsatz als Eisrandforschungsschiff ist die MARIA S. MERIAN für die Kernbeprobung des Meeresbodens bis in 10.000 m Wassertiefe ausgerichtet. Zusätzlich können die Wassersäule und die Atmosphäre vom Schiff aus untersucht werden.
Den ersten Logbuch-Eintrag finden Sie Anfang nächster Woche hier.
- Fragen und Antworten
- Schlussbericht
- Bericht_16
- Bericht_15
- Bericht_14
- Bericht 13
- Bericht 12
- Bericht_11
- Bericht_10
- Bericht_9
- Bericht_8
- Bericht_7
- Bericht_6
- Bericht_5
- Bericht_4
- Bericht_3
- Bericht_2
- Bericht_1

Die Logbuch-Autoren Dr. Jan-Berend Stuut und Inka Meyer.

Das Arbeitsgebiet der MERIAN-Expedition.

