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Wissenschafliches Programm, Fahrtabschnitt M 67/2
In dem Arbeitsgebiet im südlichen Golf von Mexiko (GOM) wurden während eines kurzen Fahrtabschnitts der SO 174-Reise im Jahre 2003 so genannte „Asphaltvulkane“ entdeckt, die im Rahmen des Fahrtabschnitts M 67/2 intensiv untersucht werden sollen.
In der Campeche Bucht vor Mexiko wurden 22 morphologische Hügel (Knolls) in mehr als 3000m Wassertiefe kartiert, die im Zuge von Salzdiapirismus entstanden sind. Die Knolls sind durch Eruptionskrater-ähnliche Strukturen und Massenumlagerungen unbe-kannter Prozesse gekennzeichnet. Die wenigen Direktbeobachtungen und Beprobungen des Meeresbodens zeigten überraschend massive Lava-ähnliche, mehrphasige As-phaltflussdecken mit chemosynthetischen
Organismengemeinschaften. Keine der gängigen Theorien zur Entwicklung und Ausbildung von Seeps wie beispielsweise Schlammvulkanismus oder Diapirismus kann diese Assoziation im südlichen Golf von Mexiko erklären. Auf dem Abschnitt M 67/2a werden ausgesuchte Knolls mit hochauflösender Mehrkanalseismik und mittels Sidescan-Sonar-Vermessungen detailliert untersucht.
Der Hafenaufenthalt in Tampico / Mexiko dient dem Austausch von Expeditionsteil-nehmern und der Aufrüstung des Schiffes mit dem Bremer Tauchroboter ROV QUEST. Die Erforschung der Asphaltvulkane findet in einer trilateralen Kooperation zwischen Deutschland, Mexiko (Prof. Dr. Elva Escobar Briones, UNAM) und den USA (Prof. Dr. Ian MacDonald, TAMU) statt, daher sollen die drei Hafentage für eine Pressekonferenz und einem Empfang an Bord der METEOR genutzt werden, um die fruchtbare Zusammenarbeit der Öffentlichkeit vorzustellen.

Abb.: Hochauflösende Bathymetrie im südlichen Golf von Mexiko aufgezeichnet während SO 174-2. Übersicht der Gesamtkartierung (links) und Detailkarte im Bereich der nördlichen Campeche Knolls (rechts). Die Knolls sind mit Nummern entsprechend der geographischen Breite des höchsten Gipfels jeder Knoll gekennzeichnet. Ölaustrittsstellen der RADASAT-Satellitenauswertung sind rechts als Punkte dargestellt.

