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Bericht_10
Samstag, 28. März 2009
Postition: 17 Grad 40 Minuten West
20 Grad 33 Minuten Nord
Lufttemperatur: 22 Grad Celsius
Wassertemperatur: 19,5 Grad Celsius
Wind: Nord 5
Seegang: 1,5 Meter
Heute ist ein spannender Tag: die Verankerungen, die vor einem Jahr hier ausgesetzt wurde, müssen geborgen werden. Dafür sind Götz Ruhland, Nico Nowald und Marco Klann verantwortlich.
Bereits seit gut 20 Jahren werden Verankerungen, die aus mehreren Sedimentfallen, einer Kamera und einer CTD mit Strömungsmesser bestehen, vor der nordwestafrikanischen Küste eingesetzt und einmal im Jahr ausgetauscht. Während des ganzen Jahres werden die durch die Wassersäule absinkenden Partikel gesammelt und gefilmt. Diese Informationen geben Aufschluss über den Partikelfluss zwischen Wasseroberfläche und Meeresboden.
Außerdem wird mit den Verankerungen die jahreszeitlich unterschiedliche Produktivität des Ozeans untersucht, der von Land kommende Partikeleintrag (vor allem in Form von Staub) gemessen sowie die Veränderung des regionalen Klimas untersucht. Last not least tragen die Verankerungen zum besseren Verständnis des Kohlendioxid-Austausches zwischen der Atmosphäre und dem Ozean bei.
Es ist nicht einfach, eine Verankerung zu bergen. Konzentration und Kraft sind gleichmaßen erforderlich. Matrosen, Bootsmann und Wissenschaftler haben alle Hände voll zu tun, bis nach etwa drei Stunden die gesamte Verankerung an Bord ist. Die Fotostrecke soll davon einen Eindruck geben.
Viele Grüße von Bord
Jan-Berend und Inka

Foto 2: Anpicken der Auftriebsbojen am Kopfende der Verankerung.

Foto 3: Mit vereinten Kräften...

Foto 4: Ein Teil der verankerten Instrumente kommt aus dem Wasser.

Foto 5: Geschafft!! Nur noch die Leinen bergen.


