MeerErleben im Deutschen Museum in Bonn

Vom 7. Oktober 2016 bis zum 23. April 2017 zeigt das Deutsche Museum Bonn die MARUM-Austellung MeerErleben. Alle Fotos auf dieser Seite: © Deutsches Museum Bonn / Eric Lichtenscheidt

Das Deutsche Museum Bonn zeigt MARUM-Ausstellung

Das Deutsche Museum Bonn, das Wissenschaftszentrum Bonn und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) feierten am 6. Oktober 2016 die Eröffnung der gemeinsamen Sonderausstellung »MeerErleben« rund um Ozeane und Meeresforschung.

Mit der MARUM-Ausstellung »MeerErleben« wird das Deutsche Museum Bonn einmal mehr seinem Ruf als WissensWerkstatt und außergewöhnlichem Lernort gerecht: Sie erzählt in sechs Modulen, davon vier im Deutschen Museum Bonn und zwei im Wissenschaftszentrum, spannende und wissenswerte Geschichten aus der aktuellen Meeresforschung.

Die Module der Ausstellung bieten vielfältige Einblicke in unterschiedliche Ozeanwelten. Besucher haben an Monitoren, Texttafeln und interaktiven Exponaten die Möglichkeit, eine facettenreiche Reise durch die Weltmeere zu unternehmen. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Tiefsee-Kino, in dem in höchster Qualität faszinierende Unterwasseraufnahmen präsentiert werden, die mit dem Tauchroboter MARUM-QUEST aufgenommen wurden.

Nicht verpassen sollten kleine und große Besucher die Chance, als Pilot eines Mini-Tauchroboters aktiv zu werden. Aber auch die Biologie hat ihren Platz in der Ausstellung: So können die Besucher beispielsweise die Entwicklung des Lebens an Hand von ausgewählten Fossilien studieren.

Komplexes Forschungsfeld verständlich erklärt

»Wissenschaftsvermittlung spielt für das MARUM eine große Rolle. Dabei ist das Deutsche Museum ein wichtiger Partner. Ich freue mich, dass wir nun auch mit der Bonner Zweigstelle kooperieren. Hier können wir die breite Öffentlichkeit und Kinder/Jugendliche auf Meeresforschung neugierig machen!« sagte Professor Gerold Wefer, Gründungsdirektor des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und Festredner des Abends. Die Erlebnisausstellung, die vom MARUM auch konzipiert wurde und auf von der DFG geförderte Forschung zurückgeht, zeigt, wie eng Wissenschaft und Forschung mit nachhaltiger Entwicklung, Umwelt und Naturschutz zusammenhängen. Unser blauer Planet ist ein faszinierendes System: Atmosphäre, Ozeane und Gesteinshülle, die von großen und kleinen Lebewesen besiedelte Biosphäre sowie Meereis und Festlandeis bilden seine wesentlichen Bestandteile. Sie sind durch komplexe Wechselwirkungen eng miteinander verbunden. Nie herrscht Stillstand. Sturmfluten, Erdbeben, Vulkanausbrüche und das aktuelle Schwinden vieler Gletscher belegen, wie dynamisch die Prozesse im System Erde ablaufen.

Dies gilt insbesondere für die Ozeane, die 70 Prozent der Erdoberfläche bilden und 98 Prozent der freien Wassermenge binden. Über diesen größten aller Lebensräume wissen wir nach wie vor vergleichsweise wenig. Dabei spielen die Ozeane neben der Atmosphäre eine zentrale Rolle im Klimageschehen und im Stoffhaushalt der Erde. Ozeanweite Meeresströmungen, heiße und kalte Quellen am Meeresboden und viele weitere Phänomene machen die Meeresumwelt zu einem spannenden Forschungsfeld.

Faszination Tiefsee – faszinierendes Begleitprogramm

Wie vielfältig die Meeresforschung ist, können »Landratten« jeden Alters nicht nur in der Ausstellung, sondern auch im umfangreichen Rahmenprogramm erfahren. Im Angebot sind verschiedene (Ferien-)Workshops, (Kinder-)Führungen, ExperimentierSonntage und weitere Aktionen. Die DFG organisiert eine Vortragsreihe im Wissenschaftszentrum, die am 30. November 2016 startet.

Weiter Infos auf der Website des Deutschen Museums und auf der MeerErleben-Website.

Besonders beliebt bei jungen Besuchern: selbst mal einen Tauchroboter steuern.