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Fahrtabschnitt 3a
Die Hauptaufgabenstellung besteht in der vergleichenden Analyse von Fluid- und Gasaustritten am Meeresboden und der assoziierten Geo-Bio-Systeme. Eingeschlossen darin sind Untersuchungen von Migrationswegen, von Gas- und Fluidausstrittstellen, der Hydratverteilung und der verschiedenen Ökosysteme und physikalischen biogeochemischen Prozesse an diesen Standorten.
Der Fahrtabschnitt konzentriert sich auf die verschiedenartigen geologischen und geophysikalischen Rahmenbedingungen für Venting und speziell auf flache Gasvorkommen. Verschiedene geophysikalische Vermessungsverfahren kommen ebenso zum Einsatz wie die visuelle Inspektion des Meeresbodens, um Fluidaustritte sichtbar zu machen. Zu den Hauptfragestellungen, die wir in enger Abstimmung und mit Beteilung französischer Kollegen aus dem IFREMER in Brest bearbeiten, zählen:
- Welche Hauptmechanismen charakterisieren die verschiedenen Typen von Seepsystemen?
- Welche Kopplung besteht zwischen den geologischen und den biologischen Prozessen an Seeps?
- Welchen Einfluss besitzen Seeps auf die nähere und weitere Umgebung und Meeresumwelt?
Zur Bearbeitung dieser Fragen wurden fünf verschiedene Arbeitsgebiete ausgewählt, in denen wir mehrskalige seismoakustische Vermessungen mit Fächerlot, Sedimentecholot, Mehrkanalseismik und Backscatteranalysen in der Wassersäule und von der Sedimentoberfläche durchführen wollen. Dazu kommen geologische und biogeochemische Beprobung mit Schwerelot. Ein Vergleich der Arbeitsgebiete soll unser Verständnis darüber verbessern, wie Gasflüsse und die Gashydratverteilung in feinkörnigen Sedimenten beeinflusst werden von dem Ausmaß der Sedimentdeformation; welche Mechanismen die Gasmigration fördern und die Geometrie flacher Gasreservoire bestimmen; welchen Einfluss die Sedimentfazies auf Prozesse und Strukturen hat; und ob sandreiche Gasreservoire häufiges und großflächig verteiltes Venting am Meeresboden und Blasenaustritte besonders fördern.

Abb. 2: Arbeitsgebiet während M76/3a und /3b.

