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Konferenz der Weltdatencenter am MARUM

Die Direktoren der rund 50 Weltdatenzentren (WDCs) beraten in Bremen vom 7. bis 9. Mai auf der World Data Centres Konferenz 2007 über die Zukunft der größten Sammlung frei zugänglicher wissenschaftlicher Daten.
1957 richtete die Vorläuferorganisation des Internationalen Wissenschaftrats (ICSU) die Weltdatenzentren für die Sammlung und Verarbeitung der Daten aus dem Internationalen Geophysikalischen Jahr ein. Heute, fünfzig Jahre später, archivieren die weltweit verteilten Zentren Daten aus allen Bereichen naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung. Das Treffen findet am WDC für Marine Umweltdaten in Bremen – einem der aktivsten Zentren – statt. Die rund 70 Teilnehmer aus aller Welt wollen mit einem Strategiepapier die Weichen für die Zukunft der Systems der Weltdatenzentren stellen.
Wissenschaftler brauchen Daten – große Mengen von Daten. Die bekommen sie von Weltdatenzentren, zum Beispiel vom Weltdatenzentrum für Marine Umweltwissenschaften in Bremen, dem WDC-MARE, das in enger Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung betrieben wird. Denn gerade globale Studien und Rechenmodelle, die helfen das komplexe System Erde zu verstehen verschlingen Unmengen von Daten, die ein einzelner Wissenschaftler unmöglich selber generieren kann. Auf der anderen Seite produzieren sie enorme Datenmengen. Allein für den UN-Klimabericht aus diesem Jahr produzierten Hamburger Klimaforscher mit Modellrechnungen 200 Terabyte an Daten. Das sind 2.000 herkömmliche Büro-PC-Festplatten von jeweils 100 Gigabyte. Doch um die Daten aus den vielen Studien nutzen und vergleichen zu können, müssen sie zugänglich sein. Dies ist Aufgabe der Weltdatenzentren. Sie haben sich verpflichtet allen Interessierten freien Zugang zu den gesammelten Daten zu ermöglichen. Die zentralen Themen auf der Konferenz werden sein: Datenqualität und Datenzugang, Vernetzung der Datenzentren und die Rolle der WDC im Rahmen des Global Earth Observation System of Systems (GEOSS). Außerdem soll das fünfzigjährige Bestehen der WDCs gefeiert werden.

