Seiteninhalt:
IODP
Im Integrated Ocean Drilling Program (IODP) haben sich internationale Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen, um Erdstrukturen unterhalb des Meeresbodens zu erforschen. Weltweit werden mit unterschiedlichen Bohrschiffen oder Plattformen tiefe Bohrungen in den Ozeanböden vorgenommen.
Die europäischen Expeditionen
Das Europäische Konsortium für wissenschaftliche Ozeanbohrungen (ECORD) koordiniert IODP-Expeditionen, die besondere Forschungsplattformen benötigen. ECORD vereint die sechzehn am IODP beteiligten europäischen Staaten sowie Kanada. Der ECORD Science Operator (ESO) koordiniert diese Expeditionen und führt sie durch. Im ESO kooperieren der Britische Geologische Dienst (BGS), die Universität Bremen sowie das Europäische Petrophysikalische Konsortium (EPC), in dem wiederum mehrere Universitäten vereint sind.
Auf diesen Seiten finden Sie Hintergrundinformationen zu den Europäischen IODP-Expeditionen. Kürzlich (vom 2. bis 16. Juli 2010) fand in Bremen die Onshore Science Party zu Expedition 325 (Großes Barriere Riff vor Australien) statt. Für die folgenden Jahre sind weitere MSP-Expeditionen in Planung.
Die Forschungsfahrt im Oktober/November 2005 vor Tahiti brachte bislang einzigartige Korallenbohrkerne zutage. An ihnen werden mit bisher unerreichter Genauigkeit die Schwankungen des globalen Meeresspiegels während der letzten 20.000 Jahre analysiert und dokumentiert.
Weitere Infos:
- Bremer Bohrkernlager
- New Jersey Shallow Shelf-Expedition 2009 (IODP 313)
- Great Barrier Reef Environmental Changes-Expedition 2010 (IODP 325)
- Alle IODP-Expeditionen
- Koordinierungsstelle BGR Hannover
- ECORD
- IODP


Die wissenschaftlichen Fahrtleiter Yusuke Yokoyama
(links) und Jody Webster (rechts) während der Onshore
Science Party zu IODP-Expedition 325 (Große Barriere Riff)
in den Laboren des Bremer IODP Kernlagers im MARUM.

Partner im ECORD Science Operator (ESO) Konsortium
Greatship Maya während IODP Expedition 325 (Große Barriere-Riff, Feb - April 2010)

L/B Kayd bohrte an drei Lokationen auf dem Schelf vor New Jersey (IODP Exp. 313) bis zu 756.65 m tief in den Meeresboden und brachte dabei über 1300 Meter Bohrkerne zu Tage. Diese wurden während der Onshore Science Party vom 6. Nov. bis 4. Dez. 2009 in Bremen erstmalig geöffnet, beschrieben und analysiert.

Die zweite europäische IODP-Expedition fand im Oktober/November 2005 an der Küste der Tropeninsel Tahiti statt.
Ziel des ersten europäischen IODP-Projekts war im Sommer 2004 die Nordpol-Region.

