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Geschichte der Ozeane

Korallen speichern in ihrem Kalkskelett Informationen über Oberflächentemperaturen und -salzgehalte der Meeresgebiete, in denen sie wachsen.

Sauerstoff (chemisches Kürzel: O) tritt gewöhnlich als 18-O und 16-O auf. Diese stabilen Sauerstoffisotope enthalten in ihrem Kern 18 bzw. 16 Kernteilchen. Entscheidend ist, dass bei erhöhten Wassertemperaturen und herab gesetzten Salzgehalten verhältnismäßig weniger 18-O in das Korallenskelett eingebaut wird. Darüber hinaus nehmen Korallen auch geringe Mengen metallischer Elemente auf. Beispielsweise enthalten Korallenskelette bei niedrigeren Wassertemperaturen weniger Magnesium, aber vermehrt Strontium.

Wie in einem Puzzle fügen Wissenschaftler die aus unterschiedlich alten Korallenskeletten gewonnenen Temperatur- und Salzgehaltsinformationen zusammen. Damit können sie die Entwicklung der tropischen Ozeane in bestimmten Abschnitten der Erdgeschichte nachzeichnen.

Foto: G. Camoin, IODP

Ein 6.500 Jahre alter Korallenkern, der auf dem Barriereriff vor Tahiti erbohrt wurde. Der Kern besteht aus Rotalgen (im Bild weißlich, oben rechts), Korallen (grau, unten links) sowie mikrobiellen Krusten (dunkel, oben).

 
Impressum | © marum | Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert von: Dr. Frank Schmieder. Datum: 09.04.2010, 10:43 Uhr