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Zahnhygiene mit Meerwasser

Zahnhygiene mit Meerwasser

Lohnt es sich wegen des höheren Fluoridgehaltes sich trotz des schlechten Geschmacks die Zähne mit Meerwasser zu putzen?
Matthias Rentsch aus Münnerstadt

"Abgesehen vom besseren Geschmack, ist es wesentlich effektiver, sich die Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta zu putzen", meint Zahnarzt Bastian Romberg aus Bremen. Die Fluoridkonzentration im Meerwasser ist zwar im Schnitt fünf Mal höher als im deutschen Trinkwasser (0,3 mg/l zu 1,5 mg/l), aber immer noch weit unter der Konzentration fluoridhaltiger Zahnpasta (1000-1500 mg/l). Bakterien im Mund produzieren Säure, die den Zahnschmelz angreift. Fluorid kann dies verhindern und entstandene Mikroschäden zum Teil reparieren. Dabei wird Fluorid in den Zahnschmelz eingelagert und härtet ihn gegen weitere Säureangriffe durch Bakterien, Früchte oder Cola ab. Je länger Fluorid und Zähne in Kontakt stehen, umso besser - also lange putzen. Doch obwohl unbestritten ist, dass Fluorid Karies mindert, so kann zu viel Fluorid auch schädlich sein. Es hemmt nicht nur die Enzyme der Bakterien im Mundraum, sondern auch körpereigene Enzyme. Daher sollte man Zahnpasta möglichst nicht schlucken und zusätzliche Fluoridaufnahme vorher mit dem Arzt absprechen. Meersalz in der Paste soll Fluorid liefern, reinigen, den Speichelfluss anregen und Entzündungen hemmen. Gründliches Zähneputzen, richtige Ernährung und regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt helfen in jedem Fall gegen Karies. Meerwasser selbst aber ist Rombergs Meinung nach nur "ein übel schmeckender Tropfen auf den heißen Zahn".

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Impressum | © marum | Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert von: Albert Gerdes. Datum: 15.06.2010, 15:24 Uhr