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IODP
Im Integrated Ocean Drilling Program (IODP) haben sich internationale Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen, um Erdstrukturen unterhalb des Meeresbodens zu erforschen. Weltweit werden mit unterschiedlichen Bohrschiffen oder Plattformen tiefe Bohrungen in den Ozeanböden vorgenommen.
Die europäischen Expeditionen
Das Europäische Konsortium für wissenschaftliche Ozeanbohrungen (ECORD) koordiniert IODP-Expeditionen, die besondere Forschungsplattformen benötigen. ECORD vereint die siebzehn am IODP beteiligten europäischen Staaten sowie Kanada. Der ECORD Science Operator (ESO) koordiniert diese Expeditionen und führt sie durch. Im ESO kooperieren der Britische Geologische Dienst (BGS), die Universität Bremen sowie das Europäische Petrophysikalische Konsortium (EPC), in dem wiederum mehrere Universitäten vereint sind.
Auf diesen Seiten finden Sie Hintergrundinformationen zu den Europäischen IODP-Expeditionen. Wir haben mit der Onshore Science Party in Bremen (2010) sowie der Operational Task Force Review (Sommer 2011) Expedition 325 (Großes Barriere Riff vor Australien) erfolgreich abgeschlossen. Für die folgenden Jahre sind weitere MSP-Expeditionen in Planung, z.B. für 2013 die IODP Expediton 347 (Baltic Sea Paleoenvironment).
Die Forschungsfahrten vor Tahiti und dem Großen Barriere-Riff brachten bislang einzigartige Korallenbohrkerne zutage. An ihnen werden mit bisher unerreichter Genauigkeit die Schwankungen des globalen Meeresspiegels während der letzten 20.000 bis Jahre analysiert und dokumentiert.
Weitere Infos:
- Bremer Bohrkernlager
- Alle IODP-Expeditionen
- Koordinierungsstelle BGR Hannover
- ECORD
- IODP


Die wissenschaftlichen Fahrtleiter Yusuke Yokoyama
(links) und Jody Webster (rechts) während der Onshore
Science Party zu IODP-Expedition 325 (Große Barriere Riff)
in den Laboren des Bremer IODP Kernlagers im MARUM.

Partner im ECORD Science Operator (ESO) Konsortium
Greatship Maya während IODP Expedition 325 (Große Barriere-Riff, Feb - April 2010)

L/B Kayd bohrte an drei Lokationen auf dem Schelf vor New Jersey (IODP Exp. 313) bis zu 756.65 m tief in den Meeresboden und brachte dabei über 1300 Meter Bohrkerne zu Tage. Diese wurden während der Onshore Science Party vom 6. Nov. bis 4. Dez. 2009 in Bremen erstmalig geöffnet, beschrieben und analysiert.

Die zweite europäische IODP-Expedition fand im Oktober/November 2005 an der Küste der Tropeninsel Tahiti statt.
Ziel des ersten europäischen IODP-Projekts war im Sommer 2004 die Nordpol-Region.

