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DFG Science TV 8 – Der indirekte Indikator
Episode 8 - Der indirekte Indikator
Nachtschicht auf dem Forschungsschiff L’Atalante. Um die Strömungsverhältnisse vor der afrikanischen Küste zu erforschen, entnimmt GLOMAR-Doktorand Dennis Kühnel Wasserproben. Er will herausfinden, wie viel und wie schnell nährstoffreiches Tiefenwasser nach oben strömt. Um die Auftriebsgeschwindigkeit festzustellen, entzieht Dennis den Proben die im Meerwasser enthaltenen Gase. Er hat es vor allem auf ein Gas abgesehen: Helium. Wie aber kann man mit Helium die Auftriebsgeschwindigkeit messen?
Die zwölf Kurzfilme zur Forschung am MARUM und im Rahmen von GLOMAR entstanden für das Projekt DFG Science TV.
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Weiterführende Informationen zu dieser Episode
Auftriebsgebiete
Angetrieben durch bestimmte Windverhältnisse wird in so genannten Auftriebsgebieten Oberflächenwasser horizontal verdriftet und in der Folge ersetzt durch tiefe, kalte Wassermassen, die an die Oberfläche aufsteigen (engl.: upwelling). Diese sehr nährstoffreichen Auftriebswässer führen zu einer verstärkten Produktion von pflanzlichem Plankton (Phytoplankton). Als weitere Stufen in der Nahrungskette folgen dann tierisches Plankton (Zooplankton) und schließlich Fische.
Chlorophyll-Gehalt im Oberflächenwasser
Die Menge des im Oberflächenwasser vorhandenen Phytoplanktons kann über eine Messung des Chlorophyll-Gehalts abgeschätzt werden. Die im Film gezeigten Falschfarbenbilder (ab 00:22) stellen den Chlorophyllgehalt dar, sie wurden mit dem SeaWiFS-Satelliten aufgenommen (s. Abbildung rechts). Hohe Chlorophyllgehalte sind rot bis grün, niedrige blau und violett dargestellt.
Helium als Auftriebsindikator
GLOMAR-Doktorand Dennis Kühnel arbeitet in der Abteilung Ozeanographie des Instituts für Umweltphysik der Universität Bremen. Er wird versuchen, durch Messung und Vergleich von Heliumisotopen Auftriebsgeschwindigkeiten im Nordatlantik und äquatorialen Atlantik zu rekonstruieren. Sein Forschungsvorhaben ist eingebunden in das BMBF-Verbundprojekt SOPRAN, Surface Ocean Processes in the Anthropocene.

Auf der Website des SeaWiFS-Projekts finden Sie ein Tool, mit dem sich solche Globen für verschiedene Blickrichtungen und unterschiedliche Jahreszeiten erstellen lassen.

